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BECHSTEIN
in
Berlin

 

1868

"1) Pianoforte-Fabrik von Carl Bechstein (Johannisstrasse 4.) Der Begründer Carl Bechstein eröffnete sie mit den bescheidensten Mitteln im Jahre 1856.

Vermöge der reichen Erfahrungen, die er während der Zeit, in welcher er in den größten Fabriken Deutschlands, Frankreichs und Englands beschäftigt war, eingesammelt hatte und die er bei seiner großen Intelligenz und geistigen Regsamkeit nun praktisch verwerthete, erreichte er sehr rasch bedeutende Erfolge, so daß er am Ende des genannten Jahres schon 30 Arbeiter beschäftigte.

Bechstein begnügte sich mit diesen Erfolgen nicht, unablässig war er bemüht, seine Instrumente zu vervollkommnen, und so lenkte sich bald die Aufmerksamkeit aller großen Virtuosen, wie der hervorragendsten Musiker auf seine Fabrik.

Liszt, Dreyschock, Hans von Bülow, Tausig und Andere spielten mit großer Vorliebe öffentlich auf Bechstein'schen Flügeln; es ist bekannt, daß namentlich die beiden letztern auf ihren Kunstreisen meist einen "Bechstein" mit sich führen.

So ist es erklärlich, daß die Fabrik sich rasch vergrößerte und daß, nachdem sie allmälig alle disponiblen Räumlichkeiten in dem Gründungslocal – Behrensstraße 56. – in Beschlag genommen hatte, Bechstein sich genöthigt sah, ein eigenes, großes Fabrikgebäude zu erwerben.

Er baute demnächst 1861 die Johannisstraße 4 gelegene Fabrik, die zugleich eines der stolzesten Bauwerke Berlins geworden ist. Jetzt ist die Fabrik wohl die größte und besteingerichtetste in Deutschland.

Sie beschäftigt gegenwärtig [1868] 200 Arbeiter und fertigt jährlich circa 300 Flügel und über 200 Pianinos, und versendet sie nach allen großen und kleinen Städten Deutschlands, nach Italien und der Schweiz, Frankreich, England, Norwegen, nach Rußland und Indien.

Die Instrumente Bechstein's zeichnen sich nach dem Urtheil der oben erwähnten Autoritäten nicht nur durch die Zuverlässigkeit und Solidität der Mechanik, sondern namentlich durch eine unerschöpfliche Tonfülle aus, Vorzüge die Bechstein unstreitig als den ersten deutschen Pianoforte-Fabrikanten erscheinen lassen.

Ganz besondere Anerkennung erwarben sich die Instrumente auf den Ausstellungen in London (1862) und in Paris (1867. Nach dem Antrage von fünf Preisrichtern der Londoner Ausstellung sollten fünf der ausgezeichnetsten Fabriken: zwei englische, zwei französische und die Bechstein'sche außer aller Concurrenz gesetzt werden.

Dieser Vorschlag wurde zwar nicht ausgeführt, aber in dem officiellen Bericht wurden diese fünf Firmen als besonders auszuzeichnende erwähnt." Signale für die musikalische Welt, Berlin, 1868, p. 257-258

"Friedrich Wilhelm Karl Bechstein, der Begründer der gegenwärtig weltberühmten Pianofortefabrik in Berlin, wurde am 1. Juni 1826 zu Gotha geboren. Nachdem er in verschiedenen Fabriken Deutschlands thätig gewesen war, trat er im Jahre 1848 als Geschäftsführer in die Firma von G. Perau in Berlin ein, wo er bis 1852 verweilte, worauf er zur Vervollständigung der bis dahin gesammelten reichen Kenntnisse und Erfahrungen nach London und Paris ging.

In der legten Stadt arbeitete er einige Zeit hindurch bei Pape und Kriegelstein und kehrte hierauf nach Berlin zurück, um dort selbstständig mit den Resultaten seiner Forschung und seines Nachdenkens in die Oeffentlichkeit zu treten.

Mit bescheidenen Mitteln begann er 1856 die Eröffnung der eigenen Fabrik, deren wichtigstes Einlagecapital die große Intelligenz und geistige Regsamkeit ihres Begründers war und weiterhin geblieben ist, wie die überraschend glänzenden Erfolge beweisen.

Gleich die Erstlingsinstrumente der neuen Firma zogen die Aufmerksamkeit und das Interesse aller Musikverständigen auf sich, und der berühmte Virtuose H. v. Bülow veranlaßte Bechstein, die vortreffliche Construction seiner Flügel hauptsächlich auf große Concerträume zu berechnen.

Die hiermit gestellte neue Aufgabe führte abermals zu den großartigsten Resultaten, und in immer größeren Kreisen beeilten sich die Koryphäen des Pianofortespiels, sich der Bechstein'schen Instrumente zu bedienen. Bechstein selber arbeitete raftlos weiter, indem ihm die ununterbrochene öffentliche Benutzung seiner Instrumente durch die berühmtesten Künstler die fortwährende Gelegenheit bot, mit dem Ohre seine Verbesserungen in Betreff der Tonerzeugung zu verfolgen.

Es war in der That kein geringer Triumph für die vaterländische Fabrikation, daß Meister wie Liszt, Dreyschock, H. von Bülow, Tausig, Rubinstein u. s. w. sich fast ausschließlich der Bechstein'schen Flügel bedienten und mit der Firma in den innigsten und vertraulichsten Verkehr traten.

Neid und Misgunst, welche sich dem wahren und namentlich dem erfolggekrönten Verdienste stets an die Fersen heften, haben es allerdings versucht, das Gewicht so selbstredender Thatsachen zu vermindern und auf rein äußerliche Ursachen zu schieben; allein es ist selbst dem Ununterrichteten klar, daß Künstlergrößen ersten Ranges durch Nichts zu bestimmen sein würden, Instrumente beharrlich und mit Vorliebe zu wählen, welche sich mit ihrer Kunst nicht auch am besten assimiliren, und daß die Wahl immer die Bechstein'schen Flügel trifft, ist gradezu der unmittelbarste Beweis glücklichster Lösung complicirt gewordener Aufgaben aus dem Schooße des Vaterlandes heraus, wie es mit Stolz und Freude erfüllen sollte.

Gerade hier ist es sogar zu betonen, daß der riesige Aufschwung, welchen die Bechstein'sche Fabrik in vers hältnißmäßig erstaunlich kurzer Zeit gewonnen, auf solidestem Wege, mit Verschmähung aller der Hilfsmittel und Kunstgrisse, welche die heutige Industrie an die Hand giebt, vor sich gegangen ist.

In beschränkten Räumen, mit kaum mehr als ein Duzend Arbeitern hatte Bechstein sein Unternehmen begonnen, fünf Jahre später bereits erstand ein eigenes großes Fabrikgebäude, eines der stolzesten Bauwerke Berlins, in welchem über 200 Arbeiter beschäftigt sind, und da auch dieses nicht mehr ausreichend ist, den beanspruchten Bedarf zu decken, so wird jest, im Jahre 1870, ein drittes großes Gebäude hingestellt, um mit Hilfe desselben die Zahl der anzufertigenden Instrumente in Einklang mit der Nachfrage zu bringen.

Dadurch dürfte, sich die Herstellungsmasse, welche 1869 die Zahl von 665 Instrumenten (400 Flügel und 265 Pianino's) betrug, auf die Zahl 1000 jährlich bringen lassen. Wie diese Fabrik eine der größten der Welt, so ist sie auch eine der besteingerichteten, und ihre Fabrikate gehen außer durch ganz Deutschland und die Schweiz auch nach Italien, Frankreich, England, Nordamerika, Rusland und Indien.

Ganz besondere Anerkennung erwarben sich die Instrumente Bechsteins auf den Weltausstellungen zu London (1862) und zu Paris (1867), wo sie ihren Industriezweig dem ganzen Deutschland zu höchster Ehre vertraten und wegen der Zuverlässigkeit und Solididät ihrer Mechanik, so wie wegen ihrer wahrhaft unerschöpflichen Tonfülle mit den ersten Preisen gekrönt wurden." Euterpe: ein musikalisches Monatsblatt für Deutschlands ..., Volumes 27-30, 1868, p. 160-161

1873

"C. Bechstein, Fortepiano-Fabrik, Johannisstr. 4 u. 5, Der Königliche Hoflieferant Friedrich Wilhelm Carl Bechstein gründete im Jahre 1856 [?] seine Fabrik und hat dieselbe durch Umsicht, Fleiss und Solidiät zu einem der ersten Etablissements dieser Art in Deutschland empurgebracht, fertigt jährlich 700 Instrumente unî beschäftigt jetzt bereits 160 Arbeiter." Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie Deutschlands, Œsterreichs Elsass-Lothringens und der Schweiz, Leipzig, 1873, p. 382 (opacplus.bsb-muenchen.de)

1893

"The instruments of Bechstein in Berlin enjoy a world-wide reputation. The founder of the factory, Karl Bechstein, was born at Gotha in 1826; after working in various German piano factories he acted from 1848 to 1852 as foreman for Peran of Berlin, then made a tour of observation to London and Paris, where he worked for Pape and Kriegelstein, and established himself with modest means at Berlin in 1856.

Within a short time the factory attained to such prosperity, that the greatest masters of pianoforte-playing began to take an interest in Bechstein's make, so that he was enabled more and more to turn his attention to the construction of large concert grands.

Business gradually increased to such an extent, that Bechstein now employs several hundred workmen, and turns out over a thousand finished instruments annually. Herr Bechstein, whose instruments enjoy a wide European reputation, has manufactured down to Oct., 1891, 26,900 in all; the number made in 1890 was 2600, of which 1100 were grands and 1500 pianinos. From 500 to 550 workmen are regularly employed by him.

Bechstein's chief competitor in Germany is Julius Blüthner of Leipsic, born in 1824 at Falkenhain near Merseburg. He founded his factory at Leipsic in 1853 in 1856 took out a patent for improvements in the construction of the pianoforte, and speedily raised his establishment to high reputation. The "Aliquotflügel" are a specialty of Blüthner's, their tone being reinforced by an octave-string stretched above the unisons belonging to each tone, which octave-string is not touched by the hammer, but vibrates in sympathy with the tone given out by the strings below it. Blüthner's instruments have repeatedly received the highest awards (Paris 1867, Vienna 1873, Philadelphia 1876, Sydney 1880, etc.).

It would appear that the factory of Commercienrath Blüthner is at present the leading leading establishment of its class on the continent of Europe. Down to the end of 1890 the total number of instruments made was in round numbers 35,000, about 20,000 of these being Grands, and 15,000 Pianinos. For some 20 years no more Squares have been manufactured, and only about 500 in all down to the time of their discontinuance. Of the famous “Aliquot” Grands nearly 7,500 have been finished; of Pianinos with the Jankó keyboard, some 50.

In the year 1890 there were made altogether 2500 instruments, Grands and Pianinos in equal numbers. 600 workmen are regularly employed. Sufficient proof of the interest excited in musical circles by the Jankó keyboard is found in the fact that it has been introduced among the instruments regularly taught at the Leipzig Conservatory, with a special instructor, Herr Hofpianist Wendling.

The latter, himself a virtuoso on his instrument, has also had good success in teaching its peculiar technique, as was shown by the highly successful début of one of his lady pupils at an Abendunterhaltung on Oct. 30 th, 1891. The instrument used, from Blüthner's factory, exhibits great improvements in regard to both action and tone." A History of Pianoforte-playing and Pianoforte-literature, 1893, p. 275-276

1894

"Bechstein, Friedr. Wilh. Carl, geb. 1. Juni 1826 in Gotha, Begründer und Leiter der grössten Klavierfabrik Europas. Trat 1848 als Geschäftsführer in die Berliner Klavierfabrik von Perau, ging 1852 nach London und Paris und begründete 1856 in Berlin eine eigene Fabrik.

Durch seine reichen Erfahrungen, unablässigen Forschungen und Versuche gelang es ihm, Instrumente und besonders Flügel herzustellen, die in Bezug auf Grösse und Schönheit des Tones alle bis dahin gebauten übertrafen, so dass die grössten Virtuosen unserer Zeit: Hans v. Bülow, Rubinstein, d'Albert, Stavenhagen sich ihrer fast ausschliesslich Konzertgebrauch bedienen, wie es früher Liszt, Tausig und andere gethan haben.

Auf den Weltausstellungen London (1862), Paris (1868) und an anderen Orten wurden seine Fabrikate durch höchste Preise ausgezeichnet. Die drei grossen Berliner Fabriken mit zwei Dampfmaschinen zu 100 Pferdekraft beschäftigen gegenwärtig 500 Arbeiter und liefern jährlich 1000 Flügel und 1200 Pianinos nach allen Theilen der Welt.

In London unterhält die Firma ein eigenes Haus und eine Central-Niederlage für England und die englischen Kolonien. Aber nicht nur die Güte seiner Fabrikate, auch sein unbegrenzter Wohlthätigkeitssinn, der sich namentlich hilfsbedürftigen Künstlern gegenüber bewährt, haben Bechstein Sympathien in reichem Masse erworben.

Diese humanitären Bestrebungen, sowie seine geschäftlichen Erfolge wurden auch von allerhöchster Seite durch Anerkennungen verschiedener Art gewürdigt. B. ist Königl. Preussischer Kommerzienrath, Ritter des Rothen Adler- und Kronen-Ordens IV. Klasse, des Verdienst-Ordens des heiligen Michael I. Klasse und des Sachsen-Ernestinischen Hausordens II. Klasse, ausserdem Hoflieferant des deutschen Kaisers, der Kaiserin Friedrich, der Königin von England, des Herzogs von Edinburg und der Prinzessin Luise von England. B.'s drei Söhne unterstützen ihn in neuerer Zeit erfolgreich in der geschäftlichen Leitung seiner Fabriken, Kontore und Läger." Julius Schuberth's Musikalisches Conversations-Lexikon, 1894, p. 44

1896

"THE seventieth birthday of Herr Carl Bechstein, the head and founder of the famous pianoforte manufactory, is to be specially celebrated to-day at Berlin. Herr Bechstein, who gained his practical experience at different factories in Berlin, Paris, and London, established the business in 1856, his instruments soon obtaining a worldwide reputation. Three of his sons are assisting in the management of the firm, which now turns out some 3,500 instruments annually." Musical Times and Singing Class Circular, Volume 37, 01/06/1896, p. 410

1896

"Bechstein, Fr. W. Karl, pianoforte maker, b. June 1, 1826, Gotha; worked first in various German pianoforte factories, and from 1848-52 managed the business of G. Peran, at Berlin. He then travelled, for the purpose of study, to London and Paris, where he worked with Pape and Kriegelstein, and in 1856, with modest means, set up business on his own account in Berlin.

Within a short space of time the house took such a favourable turn that the greatest pianists began to show an interest in Bechstein's manufactory. His three large factories in Berlin, with two steamengines of 100 horse-power, at present give employment to 500 workmen, and he turns out yearly over 3,000 instruments, of which 1,200 are grands, and the rest cottage pianos.

At the international exhibitions of London (1862), Paris (1868), and at other important exhibitions, his pianos received the highest medals. In London the firm keeps up a branch house. Bechstein's three sons now successfully assist him in the management of his factories, offices, and storehouses." Dictionary of music, 1897, p. 64

1899

"Bechstein, Fr.-W.-Karl, facteur de pianos, né à Gotha le 1er juin 1826; travailla d'abord dans diverses fabriques allemandes de pianos, fut, de 1848 a 1852, premier commis chez G. Perau, à Berlin, et lit ensuite des voyages d'études a Londres et à Paris, ou il travailla chez Pape et Kriegelstein ; enfin, en 1856, il s'établit modestement a Berlin.

En peu de temps, la fabrique prit un developpement tel que les plus grands virtuoges commencèrent à s'intéresser aux produits de la maison B. ; celle-ci, des lors, tourna plus particuli£rement ses efforts vers la fabrication des grands pianos à queue.

L'etablissement prit des proportions de plus en plus grandes; il occupe actuellerhent plusieurs centaines d'ouvriers et livre sur le marche plus de 1000 instruments par an. Les pianos de B. sont parmi les plus renommé en Allemagne et A l'étranger." Riemann Humbert Dictionnaire de musique 1899, p. 63 (Archive.org)

1900

DEATH OF CARL BECHSTEIN, THE GREAT BERLIN PIANO MAKER.

"In January last the "London and Provincial Music Trades Review" announced the death of Frau Louise Bechstein, wife of Herr Carl Bechstein, the well-known pianoforte manufacturer of Berlin. The deceased lady was seventy-two years of age, and her husband was devotedly attached to her.

As so often happens in such cases, Herr Bechstein has not long survived his wife, and to the inexpressible grief of the very large number of his business friends and associates, he departed this life on March 4th. Mr. Lindlar, who for so many years has been London representative of the firm, at once travelled over to Berlin and attended the obsequies of his chief.

The Emperor William was one of the first to send a message of condclence, and the imperial example was followed by a large number of other eminent Germans, both in political and social as well as in business life, who sent touching messages to Herr Bechstein's family.

Herr Bechstein was the architect of his own fortunes. He was born on June 1st, 1826, at Gotha, and as a lad he resolved to devote himself to pianoforte manufacture. In accordance with this decision, and in the good old fashioned way, he determined first to learn his business in Germany, and afterwards to travel through various European countries in order to see the state of the musical instrument trade among the chief nations of the world.

In the course of his travels he came to London, where he worked at the bench-we believe at Kirkmans' and he afterwards went to Paris, where, equally as a workman, in order thoroughly to learn his business, he placed himself under Pape and Kriegelstein.

In Berlin from 1848 to 1852 he was manager to Herr G. Peran, a German pianoforte manufacturer of that period. In 1855, after his travels through Europe, Herr Bechstein resolved to set up for himself, and accordingly he started his then very very modest factory, which was the foundation of one of the largest pianoforte businesses on the continent of Europe.

Indeed, at that time, pianoforte manufacture was almost in its infancy in Germany, but Herr Bechstein speedily began to improve the German instruments, adopting the so-called "English" actionupon which, however, he has since greatly improved and also being among the first in Germany to adopt the system of iron framing.

His business grew, and, in fact, increased so largely that in 1897 he had no fewer than four factories at work, employing about 800 workmen, and turning out upwards of 4,000 pianos annually, a very large proportion of these instruments being Grands.

Most of the leading German pianists have for the past thirty part-years or more played upon the Bechstein instruments. Herr Bechstein was proprietor of the Saal Bechstein, the most important and fashionable recital hall in Berlin, and he was the friend and generous patron of most of the leading musicians and executants of his time." Watson's Weekly Art Journal, 24/03/1900, p. 395

"The funeral of Herr Carl Bechstein, the celebrated pianoforte manufacturer, was one of the grandest pageants seen in Berlin.

The Emperor and Empress of Germany were represented by His Excellency, Count Mirbach, and the world of music, literature, art, science and politics all assembled to do honour to his memory. Carl Bechstein was born on June 1st, 1826, at Gotha, and died, March 6th, 1900.

It was Dr. Hans von Bülow, who first recognised the worth of the Bechstein pianos and who, in 1856, used one of them on which to play Liszt's B flat minor sonata.

In 1862 Bechstein first exhibited in London, and where a branch was opened in 1879.

As a man Carl Bechstein won the hearts of all who had to deal with him, and nothing could be more touching than the reverence shown by rich and poor alike, who were present at the interment." The Violin Times: A Journal for Professional and Amateur ..., Volume 7, 15/04/1900, p. 101

1912

Image of the factory in 1912,
 
Weltadressbuch der gesammten Musikinstrumenten-Industrie, 1912, p. 19 (digital.sim.spk-berlin.de)

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