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Henri Steinweg sen., ist 1795 geb.; seine grosse Neigung zur Musik erzeugte besondere Vorliebe für Musik-Instrumente u. erlernte daher den Pianofortebau. Als 1848 die politischen Wirren das Pianofortegeschäft in Deutschland beinahe ganz zum Stillstand brachten, entschloss er sich mit seiner zahlreichen Familie nach Amerika auszuwandern. In New-York angekommen, ging er zuerst mit seinen Söhnen, Charles, Henri und William (der älteste, Theodor, war in Braunschweig geblieben), in verschiedene Fabriken in Condition, um Land, Leute und Betriebweise des Geschäfts in der neuen Welt kennen zu lernen. Erst nach zweijährigem Aufenthalte (1851), schritten der Vater mit den Söhnen vereint zum eigenen Etablissement. Es wurde Tag und Nacht an Verbesserung des Pianofortebaus gearbeitet u. bald fanden ihre in der That trefflichen Instrumente einen reissenden Absatz, denn sie hatten das Glück, niemals zu einem Vorrath gelangen zu können, da stets mehr Nachfrage, als geliefert werden konnte. Es musste daher unverzüglich ein grossartiges Fabrikgebäude in Angriff genommen werden, welches auch 1859 vollendet worden, wodurch die Firma jetzt im Stande ist, wöchentlich 40—45 Instrumente in den verschiedenen Gattungen liefern zu können, welche Zahl oftmals für die sich häufenden Bestellungen noch nicht ausreicht. Das Steinway'sche Fabrikgebäude (von etwa einer halben Quadratmeile Flächeninhalt) ist ein industrieller Musterstaat und man muss ihn durchreisen, um einen Begriff von dieser kleinen Weltwerkstadt zu bekommen. Steinways Concertflügel, so wie deren Grand square (Tafelform), sind Leistungen, welche in Europa und Amerika unübertroffen dastehen." Kleines musikalisches Conversations-Lexikon ein encyklopaedisches Handbuch ..., 1865, p. 298
1871
Henri Steinweg sen., ist 1795 geb.; seine grosse Neigung zur Musik
erzeugte besondere Vorliebe für MusikInstrumente und er erlernte
daher den Pianofortebau.
Als 1848 die politischen Wirren das Pianofortegeschäft in
Deutschland beinahe ganz zum Stillstand brachten, entschloss er sich
mit seiner zahlreichen Familie nach Amerika auszuwandern.
In New-York angekommen, ging er zuerst mit seinen Söhnen, Charles,
Henri, William und Albert (der älteste, Theodor, war in Braunschweig
geblieben), in verschiedene Fabriken in Condition, um Sprache, Land,
Leute und Betriebsweise des Geschäfts in der neuen Welt kennen zu
lernen.
Erst nach zweijährigem Aufenthalte (1851), schritten der Vater mit
den Söhnen vereint zum eigenen Etablissement. Es wurde Tag und Nacht
an Verbesserung des Pianofortebaus gearbeitet und bald fanden ihre
in der That trefflichen Instrumente einen reissenden Absatz, denn
sie hatten das Glück, niemals zu einem Vorrath gelangen zu können,
da stets mehr Nachfrage, als geliefert werden konnte.
Es musste daher unverzüglich ein grossartiges Fabrikgebäude in
Angriff genommen werden, welches auch 1859 vollendet worden, wodurch
die Firma jetzt im Stande ist, wöchentlich 40–45 Instrumente in den
verschiedenen Gattungen liefern zu können, welche Zahl oftmals für
die sich häufenden Bestellungen noch nicht ausreicht.
Das Steinway'sche Fabrikgebäude ist ein industrieller Musterstaat
und man muss ihn kennen, um einen Begriff von dieser kleinen
Weltwerkstatt zu bekommen. Steinways Concertflügel, so wie deren
Grand square (Tafelform) und neuerdings die Pianinos, sind
Leistungen, welche in Europa und Amerika unübertroffen dastehen.
Mit dem Tode Charles und Henri, 1864 und 1865, musste ein Ersatz
gesucht werden, welcher durch Theodor, der bislang in Braunschweig
geblieben, gefunden worden. Derselbe steht an der Spitze der
Produktion, während William, Chef der Finanzen ist. Die
Pianofortefabrik in Braunschweig wird von Zöglingen Theodor's
fortgesetzt. Stentando, zögernd. Stentato, gezwungen, mühsam."
Kleines musikalisches Conversations-Lexikon
ein encyklopaedisches Handbuch, 1871, p. 390
1875
Seine Söhne setzen das Geschäft fort, in
welchem alle Errungenschaften der neueren Akustik für den Bau des Pianoforte
in erfolgreichster Weise zur Anwendung kommen."
André's Handlexikon der Tonkunst, 1875, p.
235
1888
After receiving a common-school education in his native place, he
was first apprenticed to a cabinet-maker, then worked in an
organ-factory, and thereafter studied the art of piano-forte making.
His earliest youthful musical constructions were zithers and
guitars, for his own amusement.
At the age of fifteen the boy was left an orphan and thrown on his
own resources. After a time Mr. Steinway began to make piano-fortes
in a small way in his native place, but, being dissatisfied with the
surroundings, came with his family to New York city in 1850.
Here for several years father and sons were employed as journeymen
in noted factories, until they resolved to unite their knowledge and
experience and established the firm of Steinway and Sons.
In 1862 they gained the first prize in London in competition with
the most eminent makers in Europe; and this victory was followed in
1867 by a similar success at the Universal exposition in Paris.
According to Liszt, Rubinstein, and other high authorities, the
Steinways have done more to advance the durability, action, and
tone-quality of their instruments than any other makers of Europe or
America. - Henry Engelhard's son, Albert, b. in Seesen, Germany, 10
June, 1840; d. in New York city, 14 May, 1877, early in the civil
war was advanced to the colonelcy of the 6th regiment of New York
volunteers, and later became brigadier-general on the staff of Gov.
John T. Hoffman."
Appleton's Cyclopædia of American Biography, 1888, p. 662
1893
1896 Zur Geschichte des Hauses
Mag mancher Kleinere oder Grössere auch viel unter der
Steinweg'schen Concurrenz gelitten haben, er schiebe es nicht immer auf das
Millionen-Capital, mit welchem die Firma in den letzten Jahren gearbeitet
hat. Es gab auch eine Zeit, wo Steinweg's keine Millionen hatten und sich
kaufmännisch so kluge zu benehmen wussten, dass die später Ueberrumpelten
noch arglos zur fremden gloire» beitrugen. Der «Clavierbauer war Theodor. Er war einer der
tüchtigsten seines Faches, wusste aber, dass es in der Verbesserung des
Claviers nicht mit Riesensprüngen vorwärts geht, sondern hübsch «Schritt bei
Schritt». Jede Verbesserung : ein Stein zu einem Haus. Nach Hipkins History of the Pianoforte erwarb der Schotte W. Allen im Jahre 1820 ein englisches, nach Daniel Spillane's Geschichte des Pianos der Fabrikant Babreock in Philadelphia 1825 ein amerikanisches Patent auf einen Eisenrahmen (ersterer für Pianinos, letzterer für ein Quer-Clavier). Der Wiener Claviermacher Hoxa baute 1839 in Wien einen Flügel, bei dem (nach Josef Fischhof's Versuch einer Geschichte des Clavierbaues», pag. 29) Corpus, Stimmstock, Platte, Verspreitzungen im Ganzen aus Gusseisen hergestellt waren, bei welchem man Wände wegnehmen konnte, um die Construction im Profil zu sehen. Hoxa hatte also 1839 mehr Theile des Flügels aus Eisen
als heute irgend ein Pianofortefabrikant. Aber all diese Erfinder hatten mit
dem schlechten, blasenreichen, spröden Gusseisen ihrer Zeit zu kämpfen
gehabt und die Versuche wieder eingestellt. Mitte der Fünfzigerjahre, nach
der Verbesserung des Gusseisens überhaupt, griff Th. Steinweg die alte Idee
wieder auf und gilt heute (sogar bei unwissenden Fachgenossen) als der
Erfinder des Gusseisenrahmens. Ein anderer alter kreuzseitiger Lichtenthal'scher
Flügel wurde neuesten Datums (gespendet von Herrn Götze in Berlin) der
berühmten Sammlung des Herrn Paul de Wit in Leipzig eingereiht. Bechstein in
Berlin stellte auf der Londoner Ausstellung 1862 gleichzeitig mit dem ersten
in Europa bekannt gewordenen kreuzsaitigen Flügel von Steinweg in New-York
einen ebensolchen aus. Trotzdem sind die Lichtenhal'schen und
Bechstein'schen Versuche - als ja «näherliegend» von ihren landsmännischen
Fachgenossen längst vergessen worden, und als Erfinder auch des
kreuzsaitigen Systems gilt wieder (soll er sich dagegen wehren?) bei Laien
und Stümpern im Clavierbau, Herr Theodor Steinweg. So gesellten sich zu den böhmischen englischen
Schneidern, die Margarethner amerikanischen Claviermacher. Und das Ansehen
des Hauses Steinweg wuchs, neben eigenem Verdienst, ganz prächtig durch
fremde Hilfe. Ja, unaufhaltsam! Selbst Dinge, die Steinweg nie behauptet
hatte, erfunden zu haben, wurden ihm (alles Gute kommt von „drüben") in die
Schuhe geschoben. Zwei Wiener Clavierhändler, die Schande der Namennennung
sei ihnen erspart, haben in ihren Schaufenstern Mechanikmodelle mit der
Aufschrift: Steinweg-Mechanik». Theoretisch wunderschön. Auch praktisch bis heute geübt Aber nur weil sich davon so viel erzählen lässt, weil's dabei zu «schauen», zu «horchen», vielleicht sogar zu denken gibt. Die triplex scale hat aber nur den einzigen garantirten Effect, in der Praxis immer verstimmt zu kiingen, weil der Stimmer eben bloss Zeit hat (und gezahlt wird) die angeschlagenen Saiten zu stimmen und die doppelt so grosse Anzahl Aliquolsaiten nicht anrührt. Wer übrigens aus Interesse, als Fachmann je versucht
hat, einen Ton eines Claviers mit triplex scale zu stimmen, oder mit
Steinweg'schen Stimmern darüber gesprochen hat, der wünseht dieses Geschäft
ur seinen besten Feinden». Mit den kleinbürgerlichen Braunschweiger
Steinweg-Ansichten oder Rücksichten brach er gründlich. Er war
Menschenkenner genug, um Publicum und Pianohändler bei ihrer schwächsten
Seite zu packen und sie sich dienstbar zu machen. Der Minderbegüterte sehnt sich nach dem
«Unerreichbaren». Diesen oder jenen guten Flügel seiner Heimath könnte er ja
haben; den aber nicht. Darum will er ihn. Die ersten mustergiltigsten Wiener Hutmacher schreiben in ihr eigenes, solides, fast künstlerisches Fabrikat: «Christy's London». (Ich glaube, so heisst die Firma.) Diese Schwächen des Publicums und des Zwischenhandels hat in der Clavierbranche noch Niemand so ausgenützt als die Firma Steinway & Sons in New-York. Dadurch ist sie - ihre guten Fabrikate in Ehren gross und reich und mächtig und einflussreich geworden. Viel liesse sich noch sagen was sie bei Ausstellungen
getrieben hat und wie man ihr da auf den Leim gegangen ist. Sie hat die
Ausstellungen gar nicht mehr beschickt (wie Wien 1873) und doch in das
Protokoll einen Passus zu lanciren gewusst, dass die Jury (soll heissen der
Schriftführer) bedauert, dass sie nicht ausgestellt habe. Die Anderen
bringen die Opfer und stellen aus, und der Abwesende kriegt den
Fleisszettel».
1899
En 1850, il remit sa maison de Brunswick à son fils Theodor, et
alla, avec quatre autres fils, à New-York, ou ils travaillerent
d'abord dans plusieurs fabriques de pianos, puis s'établirent, en
1853, sous la raison de commerce indiquée plus haut. La maison se
developpa rapidement, après avoir remporté à l'Exposition
industrièlle de New-York, en 1855, le premier prix pour pianos à
cordes croisées.
Actuellement, le magasin de la maison S. est un des plus beaux
batiments de la ville de New-York, et la salle de musique «
Steinway-Hall » une des plus grandes salles de concerts.
La maison a des succursales à Londres et k Hambourg. Celui des fils
qui était resté d'abord en Europe, Karl-Friedrich-Theodor (né à
Seesen en 1825, m. à Brunswick le 26 mars 1889), abandonna le
commerce de Brunswick en 1865 (actuellement : Theodor Steinweg
Nachfolger, Helferich, Grotrian und Comp.) et entra, après la mort
de ses frères Heinrich (11 mars 1865, à New-York) et Karl (le 3 mars
1865, à Brunswick), dans la maison de New-York. Albert S. mourut en
1876, à New-York ; Wilhelm (dit William), le dernier des fondateurs,
mourut à New-York également le 30 nov. 1896."
Riemann Humbert Dictionnaire de musique 1899,
p. 794 (Archive.org)
STEINWAY
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