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STEINGRÄBER
in
Bayreuth & Nürnberg (°1852)

 

1867

PARIS - "ED0UARD STEINGRAEBER - Fabricant de pianos à Baireuth. 

— Piano droit en palissandre, plaques de fer, 7 octaves de A à a.

— Clavier en ivoire avec consoles, prix : 300 thalers. — Cet instrument se distingue par sa riche sonorité; et les plaques de fer conservent un accord constant.

L'exportation de ce genre d'instruments a lieu en majeure partie pour les grandes villes de l'Allemagne et de l'Arique [?]." L'industrie de la Bavière à l'Exposition Universelle de Paris en 1867, p. 32

PARIS - "Eduard Steingraeber, Pianoforte-Fabrikant in Baireuth.
Hohes Pianino in Patisander, Eisenplatte, 3 eiserne Oberspreitzen, 7 Oktaven von A bis a. Elfenben-Claviatur mit Consolen, Preis 300 Thlr.

Dasselbe zeichnet sich durch sehr gesangreichen vollen Ton aus; eine dauernde Stimmung wird durch die eiserne Oberspreitze erreicht.

Der Hauptversandt dieser Instrumente geht grösstentheils nach verschiedenen grösseren Städten von Deutschland und Amerika." Die Industrie und Landwirthschaft Bayerns auf der internationalen ..., Universal Exhibition (1867, Paris), Weltausstellung (1867, Paris), 1867, p. 33

1869

HAMBURG - "Herr Pianoforte-Fabrikant Eduard Steingräber in Bayreuth ist von der Jury der internationalen Hamburg-Altonaer Industrie-Ausstellung 1869 für seine beiden dortselbst ausgestellten Pianinos, welche unter circa 80 Stück als die Besten anerkannt worden sind, mit der großen silbernen Medaille, als erster Preis ausgezeichnet worden." Neue Bamberger Zeitung, 04/03/1870, p. 210

1873

VIENNA - "59. Steingraeber, Ed., Bayreuth, Bayern. - 3 Pianinos. Errichtet 1852. Bau von Pianinos; jährlich 300 bis 330 Stück im Werthe von 90- bis 100, 000 fl. 40 Arb. [Arbeiters] in der Fabrik, 36 ausserhalb." Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches, Weltausstellung 1873, Wien, p. 522

VIENNA - "4. Ed. Steingräber in Bayreuth, zwei hohe kreuzsaitige Pianinos, das eine mit Palissanderholzkasten (Preis 1050 Rmk.), das andere ein Nussbaumholzkasten (Preis 960 Rmk.), und ein kleines geradsaitiges Pianino in Palissander, mit Eisenrahmen (Preis 780 Rmk.). Vorzüglicher Ton, treffliche Spielart, solider Bau." Amtlicher Bericht uber die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873, p. 613

VIENNA - "Gute Werke haben im Weiteren gestellt E. I. Steingräber in Bayreuth
1. Pianino aus Palissander im hohen Format, mit kreuzsaitigem Bezug zu 350 Thaler;
2. Pianino von derselben Construction aus Nussbaumholz zu 320 Thaler;
3. Pianino in Palisander in Eisenrahmen, kleines Format mit geradsaitigem Bezug zu 200 Thaler. Sämmtliche angeführte Instrumente verdienen wegen ihres schönen, vollen und durchwegs egalen Tones die ehrenvollste Anerkennung."
Officieller Ausstellungs-Bericht, 1874, p. 41

VIENNA - "Ueber die Pianino-Fabrik des Hrn. Eduard Steingraeber in Bayreuth schreibt ein Besucher der Wiener-Weltausstellung in der Allgemeinen Illustrirten Weltausstellungs-Zeitung vom 23. September 1873, was im Interesse der Musikfreunde hier veröffentlicht wird, Folgendes:

Drei elegant ausgestattete und äußerst sauber gearbeitete Pianino's veranlassen uns zu erneutem Verweilen und genauer Besichtigung derselben. Sie entstammen der größten Piano Fabrik Bayerns, der Firma Eduard Steingraeber in Bayreuth.

Zwei derselben zeigen uns im Medaillon Musikheroen ersten Ranges, das eine die gutgetroffenen geschnisten Köpfe Mozarts und Beethoven's mit einem Lorbeerkranze, den ein Genius über ihren Köpfer hält, gekrönt; am anderen sehen wir das scharf geschnittene Profil Richard Wagners. In der Claviatur fallen uns die concavauslaufenden Tasten auf.

Dem schönen, stylvoll gehaltenen Aeußeren, dessen Eleganz sich selbst in den reizend gearbeiteten Leuchtern nicht verläugnet, entspricht bei Anschlagen der Tasten der wirklich prachtvolle Ton.

Die Klargsarbe ist sympathisch, der Ton ebenso weich und zart im Piano als kräftig und entschieden im Fortissimo, immer aber von vollkommener Reinheit und von ganz eigenthümlichem Wohlklang.

Im Bau stark und voll, in der Mittellage klar und hell, bleibt der Ton selbst in der Höhe, beim härtesten Anschlag, stets rund und wohlautend, und verräth nichts von jener metallischen Schärfe mit welcher wir ihn so häufig bei sonst guten Instrumenten in Folge der Einwirkung des vielen Eisens in der Höhe versezt finden.

Der Anschlag ist leicht und gefällig, die Spielart präcise und gut, die Mechanik ausgezeichnet, das Ganze bei aller Eleganz von äußerster Soliditāt; wir freuen uns, constatiren zu können, daß die von der Firma Ed. Steingraeber ausgestellten Instrumenten zu ben besten gehören, die auf der Exposition zu finden sind, und daß Sie den subtilsten Anforderungen nach jeder Richtung hin zu entsprechen vermögen.

Es versteht sich b. inahe von selbst, daß die Steingraeber'schen Pianino's mit dem ersten Preise der Fortschritts. medaille ausgezeichnet wurden." Der Bayerische Landbote, 02/02/1874, p. 116

1882

NÜRNBERG - "Auf der, am 15. v. M. zu Nürnberg eröffneten baierischen Landesausstellung sind mit Pianinos und Flügeln vertreten: [...], B. Steingräber in Bamberg (Pianinos), Ed. Steingräber in Bayreuth (Pianinos), [...]. Auf die übrigen ausgestellten Instrumente gedenken wir später zurückzukommen." Neue Zeitschrift für Musik, 09/06/1882, p. 261

NÜRNBERG - "1528. Pianinos. Ed. Steingräber, Pianofortefabrikant, Bayreuth. Das Geschäft wurde 1852 gegr. Prämiirt: Paris, Wien, Hamburg, Altona, München, Bayreuth, Eger." Offizieller Katalog: Gruppe I - XI, Volumes 1-11, Bayerische Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung, Nürnberg, 1882, p. 271

1896

Steingräber & Sohne, Bayreuth
Oberfränkischer Kreis-Abteilung der 2. Bayerischen Landes-Ausstellung in Nürnberg 1896, p. 137

NÜRNBERG - "Die Firma Steingräber & Söhne in Bayreuth und Nürnberg hatte in einem, zu einem eleganten Musiksalon hergerichteten Raum 4 Flügel und 11 Pianinos, in den modernsten Stilarten gebaut, ausgestellt.

Die ausgezeichnete Qualität dieser Instrumente bezüglich der Klangwirkung, der Spielart und der äusseren Ausstattung fand bei allen Sachverständigen rückhaltlose Anerkennung.

Die Firma wurde im Jahre 1852 gegründet und beschäftigt gegenwärtig 95 Arbeiter mit Beihilfe einer 40 HP Dampfmaschine. Das Etablissement ist mit den neuesten Hilfsmaschinen und Trockenapparaten ausgestattet, so dass es Instrumente auch nach besonderen Zeichnungen, in allen Holzarten raschest zu liefern imstande ist.

Die Steingräber'schen Instrumente finden immer weitere Verbreitung im Inund Auslande. Die Inhaber der Firma wurden auch schon von allerhöchster Stelle ausgezeichnet und zu kgl. bayerischen und herzoglich sächsischen Hof-Piano-Fabrikanten ernannt." Oberfränkischer Kreis-Abteilung der 2. Bayerischen Landes-Ausstellung in Nürnberg 1896, p. 136-137

NÜRNBERG - "Die Bayer. Musikinstrumenten-Industrie. Unter den Ausstellungen der Klavierfabriken auf der Bayer. Landesausstellung fällt am meisten der Firma Steingräber & Söhne, Hofpianofabrik in Nürnberg und Bayreuth auf, die für ihre Fabrikate den größten und schönsten Plaz erworben hat, unmittelbar neben dem Portal der mittelfränkischen Ausstellung.

Betritt man den Raum dieser Firma, so ist man zu ächst überrascht durch die Zahl und die Schönheit der ausgestellten Flügel und Pianinos, zusammen 15 Stück.

Alle Stilarten sind hier vertreten und die große Auswahl bietet gewiß für jeden Geschmack etwas.

Im Mittelpunkte prangt ein hochkünstlerisch ausgeführter Salonflügel mit grünem Unterholze, auf welchem satt vergoldete, reiche Ornamente herrliche Gemälde umrahmen. Ein Nußbaum-Salonflügel im Renaissancestil, ein Salon- und ein Konzertflügel in schwarz reihen sich zu beiden Seiten an.

Unter den Pianinos erregen ein mit prächtigem Säulenaufbau in Früh-Gothik ausgeführtes Pianino aus Eichenholz, ein Rokkoko-Pianino in Nußbaum mit reich vergoldeten Schnizarbeiten und Aussaß für elektr. Beleuchtung ausgestattet, ein Pianino im Stil Louis XVI. (Mahagoni), ein Palisander-Pianino im englischen Stil besondere Bewunderung.

Ein Blick in ein geöffnetes Instrument überzeugt sofort, daß man es mit einem soliden, ausgezeichneten Fabrikat zu thun hat; daß an diesen Klavieren auch alle Errungen schaften und Neuerungen auf dem Gebiete des Klavierbaues verwertet sind, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.


An den Wandflächen sind die in der Fabrik zur Verwendung kommenden großen Eisenpanzermetallrahmen und Durchschnitte von Flügel- und Piano-Repetitionsmechaniken zur Veranschaulichung gebracht. Dies im Jahre 1852 begründete Unternehmen fabrizirt als Spezialität Flügelpianos.

Aus kleinen Anfängen hat sich dasselbe mit der Zeit zu einem der bedeutendsten Geschäfte dieser Branche emporgehoben und beschäftigt heute 100 Arbeiter.

Eine 40 pferdige Dampfmaschine treibt die nach den besten und bewährtesten Erfahrungen eingestellten Hilfsmaschinen.

Mit Recht genießt die Firma einen ausgezeichneten Weltruf infolge der dauerhaften Konstruktion, vorzüglichen Stimmhaltung, eleganten Ausstattung und last but not least des klangreichen Tons, des leichten Spiels und der präzisen Repetition ihrer Instrumente." Technisch-industrielle Rundschau: Zeitschrift für die Interessen des Berg ..., nr. 23, 1897, p. 17

NÜRNBERG - "Unter den zahlreichen Ausstellern der Musikinstrumenten Industrie wird den Erzeugnissen der firma Steingräber & Söhne in Bayreuth-Nürnberg (Kat. Nr. 973) äußerst reges Interesse entgegengebracht.

Volles Lob muß den ausgestellten Instrumenten ohne Ausnahme hinsichtlich ihrer Klangfülle und Größe des Tones zuerkannt werden. Ebenso ist ihre innere Ausstattung mustergiltig; die Repetitionsmechanik ist mit allen praktischen Neuerungen versehen; 3 separat aufgestellte Mechanik-Durchschnittsmodelle lassen ein genaues Studium derselben zu.

In der äußeren Ausstattung der Instrumente liefert die Firma den Beweis, daß sie ihren fabrikaten auch als Ausstattungsstücken vollauf Rechnung trägt.

Das Prunkstück der Steingräber'schen Ausstellung ist der hochkünstlerisch ausgeführte Salonflügel im Stile Louis XIV., der zur Verlosung angekauft ist. Außerdem sind noch 3 Flügel und 11 Pianinos ausgestellt.

Unter den letzteren ist besonders ein Konzertpiano in früh gotik (Eichenholz) hervorzuheben, sowie ein solches in Nußbaum in Rokokostil. Allen Instrumenten ist gesangreicher Ton, leichte Spielweise, mustergiltige Ausstattung nach zurühmen.

Der firma wurde die Goldene Medaille zuerkannt." Nürnberger Ausstellungs-Berichte: unabhängige Zeitung für die Bayerische ..., 1896, p. 4

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