home
| Pianoforte-makers
in Germany
|
Richard Wagner
Herr Richard Wagner nämlich, in dessen Quartier im Hotel Sonne ein Steingräber'sches Pianino aufgestellt war, ist ganz entzüdt von dem prachtvollen Tone des Instrumentes gewesen und hat bei seiner Abreise Veranlassung genommen, Hrn. Steingräber in der herzlichsten Weise zu versichern, «daß er noch nie auf einem Pianino von so vollendeter Tonfärbung gespielt habe.» Gewiß eine beachtenswerthe Empfehlung die aus so kundigem Munde kommt." Bamberger neueste Nachrichten, 01/01/1872, p. 4
Thatkräftig wirkt dieser geniale Mann auf dem Gebiete der Pianoforte-Fabrikation und groß sind die Verdienste, die er sich um Hebung und Vervollkommnung der Clavier-Fabrikation erworben. Sein Etablissement, eines der bedeutendsten dieser Art, muß in Bezug der Anlage wie des Betriebes mustergiltig genannt Ruf dieser angesehenen Firma und ihrer Instrumente gedrungen. Zu den Salons der Aristokratie und der Finanzwelt, wie im bürgerlichen Hause, im Concertsaale, wie in den Musikschulen, überall sind sie heimisch, und mit Recht, denn die herrlichen, prächtigen Instrumente der Firma Eduard Steingräber zählen in jeder Beziehung zu den excellentesten, prächtigsten und stylvollsten ihrer Art und dieselben sind von so gediegener künstlerischer Ausführung, wunderbarer Klangfarbe und herrlicher Tonfülle, daß die hervorragendsten Autoritäten der Kunst dieselben als die vorzüglichsten, glänzendsten und gediegensten artistischen Leistungen aus diesem Gebiete anerkannt haben. Die Instrumente der Firma Eduard Steingräber gleichen dem bildungsfähigen Organ eines Schauspielers oder Redners, mit dem, wie der Kunstausdruck lautet, „Alles zu machen" ist. Die Zauberhand eines Meisters kann auf einem solchen Claviere Stürme entfesseln, welche dräuen, als ob der Weltuntergang nahe wäre, und seinen Tasten Töne entlocken, so süß, so säuselnd, so weihevoll und zugleich einschmeichelnd wie Sphärenklänge, welche den Hörer begeistern, erheben und entzücken. - In Anbetracht dieser Verdienste wurde ihm vor Kurzem der Titel eines königlichen Hoflieferanten verliehen." Wiener Assecuranz- und Banknachrichten: Organ für ..., Volume 12, 22/03/1890, p. 6
Fabrikniederlage in Nürnberg
Die Firma, unter bescheidenen Verhältnissen im Jahre 1852 gegründet, hat es durch unermüde lichen Fleiß und unablässige Verbesserung an ihren Instrumenten zu einer führenden Stellung auf dem Gebiete der Pianofortefabrikation gebracht, wovon die zahlreichen ersten Auszeichnungen bei allen von ihr beschickten Weltausstellungen die rühmendsten Alteste der ersten Klaviervirtuosen (Liszt, d'Albert, Rubinstein 2c. 2c.) und vor allen die jährliche Fertigstellung und der Verkauf von über 300 Instrumenten beredtes Zeugniß ablegen. Seit Jahren ist in der Instrumentenbaukunst die Firma Steingraeber und Söhne das weitaus größte und leistungsfähigste Etablissement Bayerns, so daß auch ihrem Nürnberger Unternehmen eine günstige Entwicklung vorausgesagt werden darf." Tagblatt für Weißenburg, Ellingen und Umgebung: erstes tägl ..., Volume 2, 04/11/1893, p. 186
Steingräber und Söhne
Die Steingräber'sche Fabrik zu Bayreuth wurde im Jahre 1852 gegründet und geradezu erstaunlich ist es, was in den 40 Jahren genialen Schaffens aus der Bayreuther Klavierfabrikation geworden ist.
Tausende von Instrumenten sind seit der
Begründung des Geschäftes in alle Theile der Welt geliefert worden und haben
dem Hause Steingräber nicht bloß hohe Anerkennung, sondern auch Verehrung,
Zuneigung und Freundschaft gebracht. Wenn sich außer obiger Persönlichkeiten Autoritäten wie Prof. Klindworth, Otto Lessmann, Emil Sauret, Ernst Longley ic einstimmig lobend über dieselben äußerten, Herr Steingräber infolge seiner vorzüg lichen Fabrikate auf Landes- und Weltausstellungen mehrfach ausgezeichnet wurde und im heurigen Jahre zum Kgl. Bayr. Hoflieferanten ernannt worden ist, so dürfte hier jede weitere Anerkennung überflüssig sein. Hinweisen möchte ich jedoch, daß im Musiksaal des Steingräber'schen Hauses ein prachtvoller Flügel steht, den kein Geringerer als Dr. Franz Liszt während seines lekten Aufenthalts in Bayreuth (gestorben und beerdigt daselbst) gespielt hat.
Wem es vergönnt sein sollte, diesen Flügel zu
spielen Herr Steingräber hütet ihn aus Pietät gegen Liszt als ein Kleinod
wird zustim men müssen, wenn ich behaupte, daß Herr Steingräber nicht bloß
zu den bedeutendsten Pianinos-Fabrikanten zu zählen ist, sondern auch in der
Flügelfabrikation das Vorzüglichste der Neuzeit liefert.
« Herzogl. Sächs. Pianofortefabrikant »
Anlaß dazu gab, daß während der Vermählungsfestlichkeiten in Coburg die Steingräber'schen Flügel während der Hofkonzerte, denen höchste und allerhöchste Herrschaften beiwohnten, in Anwendung kamen. Gespielt wurden genannte Instrumente von Herrn Hofpianister Manschedel, einem geborenen Bayreuther, und Herrn Hofkapellmeister Lampert aus Coburg." Kulmbacher Nachrichten für Stadt und Land, 11/05/1894, p. 404
BRAND
„Dem in Ihrem gestrigen Blatt enthaltenen Artikel über den Brand in
unserem Fabriketablissement möchten wir erläuternd beifügen, daß allerdings
ein leeres Cementfaß unvorsichtigerweise auf den sonst vollständig
feuersicher isolirten Aschenraum geworfen wurde und gegen Morgen Feuer
gefangen hat. Von einem in der Nähe stehenden Petroleumfaß aber wissen wir
nichts, sondern nur von einem leeren Delfaß. - Selb, 2. Octbr. Wie wir mit Bedauern vernehmen, hat Herr kgl. Bezirksamtmann Scherber in Rehau um seine Pensionirung nachgesucht. (S. Tgbl.)" Bayreuther Tagblatt: Oberfränkische Volkszeitung, 03/10/1895, p. 25
Daß die Angrenzer, welchen Einsender die Mittheilung verdankte, von dem Vorkommnisse nicht sehr erbaut waren, werden dieselben den Herren Steingräber & Söhne jederzeit selbst versichern.
Wäre das Feuer um 1 bis 2 Stunden früher zum Ausbruch gekommen, so daß
dem Thürmer die Helle aufgefallen wäre, so hätten die Alarmsignale die
Bevölkerung der ganzen Stadt aus ihrer Ruhe gestört.
« Hof Pianofortefabrikanten Sr. H. des Erbprinzen von Anhalt »
Sparkasse
Die Verzinsung erfolgt zu 4%. Sobald die Einlagen eines Sparenden 95 M.
erreicht haben, wird der Betrag von der Firma auf 100 M. ergänzt, bei 990 M.
Einlage auf 1000 M. Der eine Theilnehmer der Firma, Herr Eduard Steingräber
hat zur Sparkasse ein Kapital von 10000 M. gestiftet, dessen Zinsen auf alle
Einleger vertheilt werden. Ausserdem sollen aus den Zinsen bei besonderen Unglücksfällen ausserordentliche Unterstützungen bewilligt werden, deren Höhe durch die 3 ältesten Arbeiter festgesetzt werden soll." Jahresberichte der Königlich Bayerischen Fabriken- und Gewerbe-Inspektoren ..., 1899, p. 244
STEINGRÄBER
Click on the links above.
For more information and references see page
|