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STEINGRÄBER
in
Bayreuth & Nürnberg (°1852)

 

1872

Richard Wagner

"Bayreuth, 20. Dez. Unser strebsamer Mitbürger, Herr Pianofortefcbrikant Steingräber, dessen Fabrikate zu wiederholten Malen in Paris, Hamburg und Eger prämiirt worden sind, hat neuerdings eine höchst schmeichelhafte Anerkennung erhalten.

Herr Richard Wagner nämlich, in dessen Quartier im Hotel Sonne ein Steingräber'sches Pianino aufgestellt war, ist ganz entzüdt von dem prachtvollen Tone des Instrumentes gewesen und hat bei seiner Abreise Veranlassung genommen, Hrn. Steingräber in der herzlichsten Weise zu versichern, «daß er noch nie auf einem Pianino von so vollendeter Tonfärbung gespielt habe.» Gewiß eine beachtenswerthe Empfehlung die aus so kundigem Munde kommt." Bamberger neueste Nachrichten, 01/01/1872, p. 4

1882

"Pianoforte-Fabrik von Eduard Steingräber (Friedrichsstrasse Nr. 447). Berühmt durch geschmackvolle Bauart und schönen Ton ihrer Erzeugnisse, die auch über den Ocean gehen. Hier wurde auch das nach Anweisung des Hofcapellmeisters Hans Richter für die Aufführungen des „Parsifal" bestimmte Glockeninstrument gebaut." Bayreuth: ein Wegweiser durch die Stadt und Umgebung unter besonderer ..., 1882, p. 45 & Bayreuth: ein Wegweiser durch die Stadt und Umgebung unter besonderer ..., 1883, p. 45

1890

"Wenn man die hervorragendsten Hämpen der Clavier-Industrie aufzählt, glänzt der Name des Herrn Eduard Steingräber, Pianoforte-Fabrikant in Bayreuth in erster Reihe.

Thatkräftig wirkt dieser geniale Mann auf dem Gebiete der Pianoforte-Fabrikation und groß sind die Verdienste, die er sich um Hebung und Vervollkommnung der Clavier-Fabrikation erworben.

Sein Etablissement, eines der bedeutendsten dieser Art, muß in Bezug der Anlage wie des Betriebes mustergiltig genannt Ruf dieser angesehenen Firma und ihrer Instrumente gedrungen.

Zu den Salons der Aristokratie und der Finanzwelt, wie im bürgerlichen Hause, im Concertsaale, wie in den Musikschulen, überall sind sie heimisch, und mit Recht, denn die herrlichen, prächtigen Instrumente der Firma Eduard Steingräber zählen in jeder Beziehung zu den excellentesten, prächtigsten und stylvollsten ihrer Art und dieselben sind von so gediegener künstlerischer Ausführung, wunderbarer Klangfarbe und herrlicher Tonfülle, daß die hervorragendsten Autoritäten der Kunst dieselben als die vorzüglichsten, glänzendsten und gediegensten artistischen Leistungen aus diesem Gebiete anerkannt haben.

Die Instrumente der Firma Eduard Steingräber gleichen dem bildungsfähigen Organ eines Schauspielers oder Redners, mit dem, wie der Kunstausdruck lautet, „Alles zu machen" ist. Die Zauberhand eines Meisters kann auf einem solchen Claviere Stürme entfesseln, welche dräuen, als ob der Weltuntergang nahe wäre, und seinen Tasten Töne entlocken, so süß, so säuselnd, so weihevoll und zugleich einschmeichelnd wie Sphärenklänge, welche den Hörer begeistern, erheben und entzücken.

- In Anbetracht dieser Verdienste wurde ihm vor Kurzem der Titel eines königlichen Hoflieferanten verliehen." Wiener Assecuranz- und Banknachrichten: Organ für ..., Volume 12, 22/03/1890, p. 6

1893

Fabrikniederlage in Nürnberg

"Nürnberg, 2. Nov. Die rühmlichst bekannte kgl. bayer. Hof-Pianoforte und Flügel fabrik von Steingraeber u. Söhne in Bayreuth hat in Nürnberg, Marienstraße 6, eine große Fabrikniederlage ihrer bekannten Flügel und Pianinos, Verbunden mit einer Reparatur-werkstätte, unter persönlicher Leitung ihres Firmenmitgliedes Herrn Georg Steingräber errichtet.

Die Firma, unter bescheidenen Verhältnissen im Jahre 1852 gegründet, hat es durch unermüde lichen Fleiß und unablässige Verbesserung an ihren Instrumenten zu einer führenden Stellung auf dem Gebiete der Pianofortefabrikation gebracht, wovon die zahlreichen ersten Auszeichnungen bei allen von ihr beschickten Weltausstellungen die rühmendsten Alteste der ersten Klaviervirtuosen (Liszt, d'Albert, Rubinstein 2c. 2c.) und vor allen die jährliche Fertigstellung und der Verkauf von über 300 Instrumenten beredtes Zeugniß ablegen.

Seit Jahren ist in der Instrumentenbaukunst die Firma Steingraeber und Söhne das weitaus größte und leistungsfähigste Etablissement Bayerns, so daß auch ihrem Nürnberger Unternehmen eine günstige Entwicklung vorausgesagt werden darf." Tagblatt für Weißenburg, Ellingen und Umgebung: erstes tägl ..., Volume 2, 04/11/1893, p. 186

1894

Steingräber und Söhne
eine bayrische Hofpianoforte-Fabrik.

"Alljährlich finden sich im Hause desselben gelegentlich der Bayreuther Festspiele die bedeutendsten Künstler ein, um nicht nur die Fabrikation der Steingräber'schen Instrumente in den zahlreichen Arbeitsräumen mit Interesse zu verfolgen, sondern auch um im Musiksaale des gastlichen Steingräber'schen Hauses Proben und musikalische Soiréen abzuhalten.

Die Steingräber'sche Fabrik zu Bayreuth wurde im Jahre 1852 gegründet und geradezu erstaunlich ist es, was in den 40 Jahren genialen Schaffens aus der Bayreuther Klavierfabrikation geworden ist.

Tausende von Instrumenten sind seit der Begründung des Geschäftes in alle Theile der Welt geliefert worden und haben dem Hause Steingräber nicht bloß hohe Anerkennung, sondern auch Verehrung, Zuneigung und Freundschaft gebracht.

Die Steingräberschen Pianinos zeichnen sich durch vollendete Tonfärbung, modulationsfähigen, höchst gesangvollen Ton, durch Solidität und Eleganz des Baues, durch angenehme Spielart und durch billigen Preis aus.

Der Diskant der Instrumente ist von größter Zartheit die Mittellagen harmonisch und gesangreich, die Bässe rund und voll. Dr. Franz Liszt, Rich. Wagner, Eugen d' Albert, I. Rubinstein, Hans Richter, H. Schwarz, Otto Grimm u. v. a. spendeten deshalb auch dem Steingräber'schen Instrumenten das höchste Lob.

Ebenso wie die Pianinos verdienen die Steingräber'schen Flügel, D. R. Patent Nr. 33513, hohe Anerkennung. Sie darf man zu den besten Instrumenten zählen, die überhaupt fabriziert werden.

Wenn sich außer obiger Persönlichkeiten Autoritäten wie Prof. Klindworth, Otto Lessmann, Emil Sauret, Ernst Longley ic einstimmig lobend über dieselben äußerten, Herr Steingräber infolge seiner vorzüg lichen Fabrikate auf Landes- und Weltausstellungen mehrfach ausgezeichnet wurde und im heurigen Jahre zum Kgl. Bayr. Hoflieferanten ernannt worden ist, so dürfte hier jede weitere Anerkennung überflüssig sein.

Hinweisen möchte ich jedoch, daß im Musiksaal des Steingräber'schen Hauses ein prachtvoller Flügel steht, den kein Geringerer als Dr. Franz Liszt während seines lekten Aufenthalts in Bayreuth (gestorben und beerdigt daselbst) gespielt hat.

Wem es vergönnt sein sollte, diesen Flügel zu spielen Herr Steingräber hütet ihn aus Pietät gegen Liszt als ein Kleinod wird zustim men müssen, wenn ich behaupte, daß Herr Steingräber nicht bloß zu den bedeutendsten Pianinos-Fabrikanten zu zählen ist, sondern auch in der Flügelfabrikation das Vorzüglichste der Neuzeit liefert.

Wollen wir hoffen, daß die berühmte Firma Steingräber, der außer dem Ches noch zwei Söhne vorstehen, welche nicht bloß längere Zeit in bedeutenden Klavierfabriken des deutschen Vaterlandes, sondern auch in der weltbekannten Steinway'schen Fabrik zu New York mehrere Jahre als Fertigmacher und Regulierer beschäftige waren, weiterhin blühen und gedeihen möge! Nicht bloß der Klavierbau sondern auch das Klavierspiel würde den größten Segen hiervon haben. P. Volkmann." Urania: Musik-Zeitschrift für Orgelbau, Orgel- und Harmoniumspiel, Volumes 48-51, Nr. 4, 1894, p. 23

« Herzogl. Sächs. Pianofortefabrikant »

"Nürnberg, 8. Mai. Den Inhabern der kgl. bayer. Hof Pianoforte- und Flügelfabrik Steingräber und Söhne in Bayreuth und Nürnberg, HH. Ed., Geo. und B. Steingräber wurde vom Herzog von Coburg das Prädikat «Herzogl. Sächs. Pianofortefabrikant» verliehen." Aischthalbote: Bote vom Aischgrund u. Aurachgrund ; Aischgründer ..., Volume 12, 10/05/1894, p. 426

"Bayreuth, 9. Mai. (Auszeichnung.) Die drei Inhaber der Firma Steingräber und Söhne sind zu Herzoglich Sachsen-Coburgischen Hof-Pianofortefabrikanten ernannt worden.

Anlaß dazu gab, daß während der Vermählungsfestlichkeiten in Coburg die Steingräber'schen Flügel während der Hofkonzerte, denen höchste und allerhöchste Herrschaften beiwohnten, in Anwendung kamen.

Gespielt wurden genannte Instrumente von Herrn Hofpianister Manschedel, einem geborenen Bayreuther, und Herrn Hofkapellmeister Lampert aus Coburg." Kulmbacher Nachrichten für Stadt und Land, 11/05/1894, p. 404

1895

BRAND

"Bayreuth, 2. Oct. Wir erhalten folgende Zuschrift mit dem Ersuchen um Veröffentlichung :

Es ist Ihnen von falsch unterrichteter Seite ein Artikel zugegangen, der zum Mindesten den Brand in der Steingräber'schen Fabrik arg übertreibt. Wir bitten Sie nun, folgende Berichtigung in Ihr gesch. Blatt aufnehmen zu wollen :

„Dem in Ihrem gestrigen Blatt enthaltenen Artikel über den Brand in unserem Fabriketablissement möchten wir erläuternd beifügen, daß allerdings ein leeres Cementfaß unvorsichtigerweise auf den sonst vollständig feuersicher isolirten Aschenraum geworfen wurde und gegen Morgen Feuer gefangen hat. Von einem in der Nähe stehenden Petroleumfaß aber wissen wir nichts, sondern nur von einem leeren Delfaß.

Der Brand des Cementfasses war auch bereis im Niedergang begriffen, als mir mit den Nachbarn, denen wir zu Dank verpflichtet sind, den Hof betraten und so war es möglich, daß der Brand mit 2 Sprenger Wasser wieder gelöscht werden konnte, die zur Dämpfung gewisser anderer Brände oft noch lange nicht genügen. Hochachtungsvollst Steingräber & Söhne.

- Selb, 2. Octbr. Wie wir mit Bedauern vernehmen, hat Herr kgl. Bezirksamtmann Scherber in Rehau um seine Pensionirung nachgesucht. (S. Tgbl.)" Bayreuther Tagblatt: Oberfränkische Volkszeitung, 03/10/1895, p. 25

"Bayreuth, 4. Octbr. Daß Zustände herrschten, welche mit den feuerpolizeilichen Vorschriften nicht in Einklang gebracht werden können, mußten die Herren Steingräber und Söhne selbst zugeben, auf jeden Fall sind leicht feuerfargende Gegenstände da zu entfernen, wo nicht völlig abgelöschte Steinkohlenasche abgelagert wird.

Daß die Angrenzer, welchen Einsender die Mittheilung verdankte, von dem Vorkommnisse nicht sehr erbaut waren, werden dieselben den Herren Steingräber & Söhne jederzeit selbst versichern.

Wäre das Feuer um 1 bis 2 Stunden früher zum Ausbruch gekommen, so daß dem Thürmer die Helle aufgefallen wäre, so hätten die Alarmsignale die Bevölkerung der ganzen Stadt aus ihrer Ruhe gestört.

Behufs näherer genügender Aufklärung hinsichtlich des Schlußsaßes des berichtigenden Artikels, wird Einsender dieses mit den Herrn Steingräber und Söhne auf Grund civilrechtlicher Bestimmungen in das Benehmen treten." Bayreuther Tagblatt: Oberfränkische Volkszeitung, 04/01/1895, p. 32

1897

« Hof Pianofortefabrikanten Sr. H. des Erbprinzen von Anhalt »

"Bayreuth, 19 Juli. Den Inhabern der königl. bayer. und Herzogl. säds. Hof-Pianoforte und Flügelfabrik M. Steingräber und Söhne - Bayreuth, Nürnberg wurde das Prädikat : Hof Pianofortefabrikanten Sr. H. des Erbprinzen von Anhalt verliehen. Die Königin ben Württemberg, welche dieser Tage zu den Festspielen in Baye reuth eintrifft, beauftragte osige Firma mit der Lieferung eines Flügels." Forchheimer Zeitung: Tagesanzeiger für den Wiesent- u. Regnitzgau ..., 22/07/1897, p. 76

1899

Sparkasse

"In der Pianofortefabrik von Steingräber Söhne in Bayreuth wurde eine Sparkasse neu eingerichtet. Die Mindesteinlage beträgt eine Mark.

Die Verzinsung erfolgt zu 4%. Sobald die Einlagen eines Sparenden 95 M. erreicht haben, wird der Betrag von der Firma auf 100 M. ergänzt, bei 990 M. Einlage auf 1000 M. Der eine Theilnehmer der Firma, Herr Eduard Steingräber hat zur Sparkasse ein Kapital von 10000 M. gestiftet, dessen Zinsen auf alle Einleger vertheilt werden.

Von demselben Fabrikbesitzer wurden ausserdem 20000 M. gestiftet, deren Zinsen in erster Linie den mindestens 10 Jahre ununterbrochen im Betrieb thätigen Arbeitern gleichmässig zu Gute kommen. Im Berichtsjahre haben 16 Arbeiter je 50 M. erhalten.

Ausserdem sollen aus den Zinsen bei besonderen Unglücksfällen ausserordentliche Unterstützungen bewilligt werden, deren Höhe durch die 3 ältesten Arbeiter festgesetzt werden soll." Jahresberichte der Königlich Bayerischen Fabriken- und Gewerbe-Inspektoren ..., 1899, p. 244

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