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STEIN Carl
de Vienne

1845

VIENNE - "Carl Stein (1511), k. k. Hof-Clavier-Instrumentenmacher in Wien: 2 Flügel-Fortepiano's von gleichmäßigem, starkem, aber nicht sehr extensivem Ton." Journal des oesterreichischen Lloyd's, 10/08/1845, p. 5

VIENNE - "Herr Carl Stein, k. k. Hof-Clavier-Instrumentenmacher in Wien (Wieden Nr. 102), exponirte zwei Flügelpianoforte mit Wiener-Mechanismus (Nr. 1511). Das erste (Flammen-Mahagoni) ist ein Instrument von gleichmäßigem, kräftigem Tone, der mir jedoch nicht intensiv genug erschien, um ihn einen großen nennen zu können; das zweite (Mahagonfader) chararterisirt vorzugsweise eine Gleichmäßigkeit des Tons sein Diskant ist ausgezeichnet, hell und dabei weich und voll, perlend und leicht ansprechend.

Bei der Beruhmtheit des Namens Stein in der Pianofotte-Fabrikation, welche von dem Großvater des Hrn. Ausstellers (Andreas Stein in Augsburg) auf seinen Vater, den in Wien verstorbenen Andreas Stein, und endlich von diesem auf ihn selbst übergegangen, kann es seinem Geschäfte nicht an Ausbreitung und vielseitigen Verbindungen fehlen, weßhalb sich auch dasselbe als eines der bekanntesten in Wien, ja in Deutschland erweist und daher auch im lebhaftesten Verkehr mit dem Auslande steht.

Hr. Carl Stein ist bemüht, seinem großen Rufe zu entsprechen und seinen berühmten Vorfahren in der Instrumentenfabrikation würdig nachzueifern." Wiener Allgemeine Musik-Zeitung, 1845, p. 334

VIENNE - "Zufolge einer allerhöchsten Entschließung Er. Majestät des Kaisers von Destreich wurde der rühmlichst bekannte Fortepiano-Verfertiger, Carl Stein in Wien, zum k. k. Hof-Fortepiano-Verfertiger ernannt, und diese Auszeichnung von allen Journalen als ein dem wahren Verdienste zu Theil gewordener Lohn mit unverkennbarer Theilnahme begrüßt.

Die Freude, welche diese allerhöchste Entschließung in der Kunstwelt erzeugte, ist Bürge für die unleugbaren Verdienste des Hrn. Stein, welcher in seinem Fache unstreitig einen der ersten und vorzüglichsten Pläße in ganz Deutschland einnimmt. Dieses erfreuliche Ereignis mußte andererseits das Interesse aller Kunstfreunde schon deshalb anregen, als sich daran manche höchst interessante Daten für die Geschichte der Musik knüpfen.

Carl Stein ist ein Enkel jenes berühmten Joh. Andr. Stein, der im Jahre 1728 zu Augsburg geboren, später daselbst Organist, Orgelbauer und Fabrikant von Fortepianos war, welche durch seine neuen Erfindungen und Verbesserungen einen europäischen Ruf erlangten, und deren er an 700 an der Zahl verfertigte.

Diese Künstlerschaft vererbte sich vom Vater auf den Sohn, und von diesem auf den noch lebenden Enkel Garl Stein, welcher sich durch seine Erfindungen und Verbesserungen eine hohe Berühmtheit erwarb. An Stein's Instrumenten wird die musterhafte technische Ausführung, die Stärke und Reinheit des Tones und der mit dem Zeitgeiste fortschreitende Geschmack in der äußern Erscheinung bewundert.

Den grösten Theil ihrer Trefflichkeit verdanken diese Instrumente wohl lediglich dem Umstande, daß Hr. Stein selbst einer der ersten Clavier-Virtuosen Wiens ist, und bei der Anlage und Ausführung seiner Instrumente sein erstes Augenmerk auf jene Anforderungen richtet, die sowohl der Kunstfreund, als der Virtuose an solch ein Instrument stellt.

Während viele Fortepiano-Verfertiger meistens nichts weiter sind, als eine bessere Gattung Kunstschreiner, ist Hr. C. Stein Musiker von Auszeichnung, und verleiht seinen Erzeugnissen jene Volkommenheit, die sich bei gewöhnlicher handwerksmäßiger Ausführung, sei selbe auch von noch so großem Fleiße überwacht, nie erzielen läßt.

Erst in neuester Zeit, bei dem Concerte der Mad. von Hasselt Barth, wobei vier Fortepianos aus dem Atelier des Hrn. Stein verwendet wurden, sprach sich das Publicum auf eine höchst ehrenvolle Weise über diese Instrumente aus, und der großartige Geschäftsverkehr, in dem Hr. Stein nun schon seit Jahren steht, ist ein unleugbarer Beweis, daß die Huld des Monarchen dem Verdienste seine Kronen reichte." Illustrirte Zeitung: Leipzig, Berlin, Wien, Budapest, New York, 03/05/1845, p. 282

VIENNE - "Carlo Stein, fabbricatore dell' I. R. Corte a Vienna, espose duc pianoforti a coda. Il primo è strumento di suono uguale, forte, che però non sembra abbastanza pieno; il secondo si distingue in particolar modo per uguaglianza di suono; il suo soprano è chiaro, dolce, pieno e brillante.

La celebrità del nome Stein nella fabbricazione de' pianoforti, la quale passò dall'avo dell' esponente (Andrea Stein d'Augsburgo) a suo padre, Andrea Stein morto a Vienna, e finalmente da questi all'attuale, rende estesissimo il commercio di questa ditla, una delle più conosciute, non solo in Vienna, ma anche in tutta la Germania ed all'estero.

Il signor Carlo Stein si studia continuamente di corrispondere alla sua grande rinomanza e di degnamente emulare i suoi celebri antenati." Gazzetta musicale di Milano, 12/04/1846, p. 115

VIENNE - "Carl Stein, Hof- und bürgerlicher ClavierInstrumentenmacher in Wien.
Zwei Flügel in Mahagony zu 61 Octaven, mit Wiener Mechanismus.

Der Aussteller, ein Enkel des berühmten Andreas Stein von Augsburg und ein Sohn des verstorbenen hiesigen Clavier-Instrumentenmachers Andreas Stein, betreibt seine Unternehmungen seit dem Jahre 1829.

Er genießt einen bedeutenden Ruf im In- und Anslande. Die übersendeten Flügel-Fortepiano's zeichneten sich insbesondere durch ihre angenehme Spielart, so wie durch einen klaren und gleichmäßigen Ton aus und waren überhaupt von Lobenswerther Arbeit. Der Aussteller ist sehr gut musikalisch gebildet und hat im Auslande, welches er bereiste, vielfältige Verbindungen.

Ihm wurde in Anerkennung seiner vorzüglichen Instrumente und seines bedeutenden Verkehres im Auslande die silberne Medaille verliehen." Zeitschrift für Orgel-, Clavier- und Flügelbau: sowie für d ..., 1853, p. 25-26

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