home
| Pianoforte-makers
in Germany
|
PFEIFFER J A.
1877
A
- ist der Rohbau (Kasten) mit Resonanzboden und Eisen-Verspreizung;
1885
1892
Orgelpedal für Klavier.
An allen deutschen und ausals hier nicht nur die Hände, sondern auch
beide Füsse in Anspruch genommen werden. Das strenge gebundene Spiel kann
man sich auf dem Klavier aneignen, aber um technische Gewandheit in der
Fuss-Applikatur zu erlangen, muss man ländischen Konservatorien sind
Orgelklassen errichtet, welche jedem Kunstbeflissenen Gelegenheit bieten,
sich eine gründliche Ausbildung zu verschaffen.
Um aber ein Instrument vollständig zu beherrschen, muss man jede
Gelegenheit benützen zum Üben, denn die Orgel erfordert andauerndes und
regelmässiges Studium, um so mehr eine Orgel haben, und die ist nicht so
leicht anzuschaffen.
Da es auch schwer hält, die Gelegenheit und Erlaubniss zu erlangen,
regelmässig auf einer guten Orgel zu üben, so hat man schon seit Jahren zu
dem Hilfsmittel gegriffen, das Pianoforte mit Übungspedalen in Verbindung zu
setzen, und es ist nicht zu leugnen, dafs heute eine starke Nachfrage nach
solchen Übungspedalen vorhanden ist.
Von unseren Klavierbauern sind schon die verschiedensten Versuche auf
diesem Gebiete gemacht worden, namentlich was die Construction unabhängiger
Pedalinstrumente anlangt.
Wir haben schon früher die Übungspedale von A. H. Francke-Leipzig,
Rummel-Antwerpen, Schönlein-Berlin, Hirl-Berlin und Anderen erwähnt. Heute
wollen wir ein Pedal-Instrument vorführen, welches von den
Pianofortefabrikanten J. A. Pfeiffer & Co. in Stuttgart konstruirt worden
ist, aber noch nicht allgemein bekannt zu sein scheint. Dieses zu jeder Art
von Klavier-Instrumenten, Flügeln, Pianinos und Tafel-Pianos, verwendbare
Pedal, ist kreuzsaitig (Siehe Fig. 1).
Der Mechanismus ist ähnlich dem der Pianofortemechanik mit Hammer und
Dämpfung -, jedoch in gröfserer Dimension der einzelnen Theile. Das ganze
Instrument ist in zwei Theile zerlegbar, es besteht aus dem Kasten mit
Saiten und Mechanik, sowie der auf dem Boden liegenden Klaviatur und Pedal
mit 29 Tasten bis E. Für Flügel (Fig. 2) sind Klaviatur und Pedal in der
Weise konstruirt, dass dasselbe hinter den Rücken des Spielers gestellt
wird.
Bei Pianinos (Fig. 3) wird das Pedal-Instrument an der Rückseite
angebracht und das Piano selbst auf die beiden Backen der am Boden liegenden
Klaviatur gestellt, ebenso bei den Tafelinstrumenten.
Das Pfeiffer'sche Pedal ist wegen seines kleinen Umfangs und seiner
allseitigen Verwendung und Brauchbarkeit dem umfangreichen und schwer zu
transportirenden auf Mendelssohn's Anregung seiner Zeit gebauten
Flügel-Pedal und späteren Nachbildungen vorzuziehen; auch kann ihm ein
starker und klarer Ton nachgerühmt werden.
Der Gebrauch und die Leistungsfähigkeit des Pianoforte's selbst wird
durch Anhängung des Pedal-Instrumentes nicht im geringsten beeinträchtigt."
Zeitschrift
für Instrumentenbau, Volume 12, 21/03/1892, p.
291-292
For more information and references see page
|