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PFEIFFER J A.
in Stuttgart


1877

Selbstständig klingendes Clavier-Pedal, patent of 1877,
Illustriertes Patent-Blatt, 1878, p. 333

Patent of 1877 : "Selbstständig klingendes Clavier-Pedal von J. A. Pfeiffer & Co. in Stuttgart. Patent No. 454 vom 3. August 1877 ab. Klasse 51.
Nebenstende Abbildung stellt ein selbstständig klingendes Pedal dar, welches für Pianino, Tafelclaviere und Flügel verwendet werden kann.

A - ist der Rohbau (Kasten) mit Resonanzboden und Eisen-Verspreizung;
B - ist die Mechanik, welche dem Umstande gemäss, dass das Instrument nur mit den Füssen gespielt werden kann, stark construirt ist;
C - ist die auf dem Fussboden liegende Claviatur, welche das Hammerwerk in Bewegung setzt;
D - ist das Pedal, welches mit den Füssen gespielt wird;
E - ist die Seiten-Ansicht eines Pianinos, welches derart höher als sonst gestellt wird, dass der nöthige Raum für Bewegung der mit bezeichneten Claviatur gewonnen wird."
Illustriertes Patent-Blatt, 1878, p. 333

1885

Patent of 1885 : "Patent-Anmeldung : P. 2533. Einrichtung zur Regulirung der Stosszungen und Dämpfungsfedern an Pianino-Mechaniken. - Karl Peiffer in Firma J. A. Pfeiffer & Co. in Stuttgart, Silberburgstr. 120 p." Zeitschrift für Instrumentenbau, Volume 6, 11/10/1885, p. 24

1892

Orgelpedal für Klavier.

Patent of 1892 : "Die Kenntniss und technisch-musikalische Beherrschungder Orgel bildet in unseren Tagen einen wesentlichen Faktor der musikalischen Bildung und Erziehung, zumal auch von Seiten der Kirchenbehörden ein grosses Gewicht auf gründlich gebildete, mit der Technik und der Litteratur des Instrumentes vertraute Spieler gelegt wird.

An allen deutschen und ausals hier nicht nur die Hände, sondern auch beide Füsse in Anspruch genommen werden. Das strenge gebundene Spiel kann man sich auf dem Klavier aneignen, aber um technische Gewandheit in der Fuss-Applikatur zu erlangen, muss man ländischen Konservatorien sind Orgelklassen errichtet, welche jedem Kunstbeflissenen Gelegenheit bieten, sich eine gründliche Ausbildung zu verschaffen.

Um aber ein Instrument vollständig zu beherrschen, muss man jede Gelegenheit benützen zum Üben, denn die Orgel erfordert andauerndes und regelmässiges Studium, um so mehr eine Orgel haben, und die ist nicht so leicht anzuschaffen.

Da es auch schwer hält, die Gelegenheit und Erlaubniss zu erlangen, regelmässig auf einer guten Orgel zu üben, so hat man schon seit Jahren zu dem Hilfsmittel gegriffen, das Pianoforte mit Übungspedalen in Verbindung zu setzen, und es ist nicht zu leugnen, dafs heute eine starke Nachfrage nach solchen Übungspedalen vorhanden ist.

Von unseren Klavierbauern sind schon die verschiedensten Versuche auf diesem Gebiete gemacht worden, namentlich was die Construction unabhängiger Pedalinstrumente anlangt.

Fig. 1

Wir haben schon früher die Übungspedale von A. H. Francke-Leipzig, Rummel-Antwerpen, Schönlein-Berlin, Hirl-Berlin und Anderen erwähnt. Heute wollen wir ein Pedal-Instrument vorführen, welches von den Pianofortefabrikanten J. A. Pfeiffer & Co. in Stuttgart konstruirt worden ist, aber noch nicht allgemein bekannt zu sein scheint. Dieses zu jeder Art von Klavier-Instrumenten, Flügeln, Pianinos und Tafel-Pianos, verwendbare Pedal, ist kreuzsaitig (Siehe Fig. 1).

Fig. 2

Der Mechanismus ist ähnlich dem der Pianofortemechanik mit Hammer und Dämpfung -, jedoch in gröfserer Dimension der einzelnen Theile. Das ganze Instrument ist in zwei Theile zerlegbar, es besteht aus dem Kasten mit Saiten und Mechanik, sowie der auf dem Boden liegenden Klaviatur und Pedal mit 29 Tasten bis E. Für Flügel (Fig. 2) sind Klaviatur und Pedal in der Weise konstruirt, dass dasselbe hinter den Rücken des Spielers gestellt wird.

Fig. 3

Bei Pianinos (Fig. 3) wird das Pedal-Instrument an der Rückseite angebracht und das Piano selbst auf die beiden Backen der am Boden liegenden Klaviatur gestellt, ebenso bei den Tafelinstrumenten.

Das Pfeiffer'sche Pedal ist wegen seines kleinen Umfangs und seiner allseitigen Verwendung und Brauchbarkeit dem umfangreichen und schwer zu transportirenden auf Mendelssohn's Anregung seiner Zeit gebauten Flügel-Pedal und späteren Nachbildungen vorzuziehen; auch kann ihm ein starker und klarer Ton nachgerühmt werden.

Der Gebrauch und die Leistungsfähigkeit des Pianoforte's selbst wird durch Anhängung des Pedal-Instrumentes nicht im geringsten beeinträchtigt." Zeitschrift für Instrumentenbau, Volume 12, 21/03/1892, p. 291-292

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