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HÖLLING & SPANGENBERG
in
Zeitz

1861

"Die Pianoforte-Fabrik von Hölling & Spangenberg in Zeitz, welche schon in den Ausstellungen zu München, Gotha, Magdeburg und jetzt wieder in Weimar Auszeichnungen und Medaillen erhielt, und über welche die illustrirte Zeitung vom 19. Juli 1856 einen ausführlichen Bericht brachte, diese Fabrik hat seit ihrem nun 20jährigen Bestehen einen so grossartigen Aufschwung genommen, dass jetzt über 150 Arbeiter in dem Fabrikgebäude beschäftigt werden. -

Hatte ich hin und wieder Gelegenheit bei den tafelförmigen Pianofortes und den Pianinos die Fortschritte dieser Fabrik kennen zu lernen, so ward ich wahrhaft überrascht, als ich jetzt bei meinem Besuche dieser Fabrik so vorzügliche Instrumente daselbst fand, dass es mir zur besonderen Befriedigung gereicht, Folgendes hiermit öffentlich der Wahrheit gemäss auszusprechen.

Jeder einzelne zu den Instrumenten erforderliche Theil wird hier in gleicher Vollkommenheit gefertigt, wie ihn die berühmtesten Fabriken für die Instrumentenmacher liefern. Das Aeussere der Instrumente ist höchst geschmackvoll, und mit der grössten Sorgfalt wird unter Berücksichtigung der neuesten Verbesserungen das Innere ausgeführt. -

Vermittelst der eisernen Speigen der Metallplatten und des eisernen Stimmstückes ist die Stimmung eine dauerhafte und feste. -

Die Pianofortes und Pianinos lassen an Schönheit, Zartheit, Elasticität, an Gleichmässigkeit und Fülle des Tones, sei es in der Höhe oder in der Tiefe, sowie an Nachhaltigkeit des Klanges nichts zu wünschen übrig. Durch den vorzüglichen Mechanismus ist der Anschlag und die Spielart höchst angenehm und sicher.

Jeder Ton in den verschiedenen Registern und in allen Octaven, bei schnellen oder langsamen Passagen mit Bindungen oder im Staccato, spricht leicht an.

Der Spieler ist daher im Stande von dem leisesten Piano bis zum stärksten Forte jede Nüancirung und die verschiedensten Effecte klar und deutlich hervorzubringen, zumal die Dämpfung überaus präcis ist. Für diese guten, preiswürdigen Instrumente wird zugleich eine dreijährige Garantie geleistet. - Scortleben bei Weissenfels, den 1. September 1861. H. Weber, Pfarrer." Neue zeitschrift fur Musik, Volume 55, 11/10/1861, p. 163

1873

"Wir erhalten noch specielle Berichte über die dem Steinway-System huldigenden Claviere aus der PianoforteFabrik von Holling & Spangenberg in Zeiz-Leipzig. Dahin gehören die übersaitigen Boudoir-Flügel, SalonFlügel und die großen Concert-Flügel, fernerhin die ebenfalls übersaitigen Boudoir-Pianino's (Export-Pianinos), Salon- und Concert-Pianinos.

Die besondere Specialität dieser Fabrik bilden die in der 1870 Casseler IndustrieAusstellung zum ersten Male ausgestellten und dort prämiirten Boudoirflügel, die auch in Wien großen Beifall fanden.

Diese kleine Art von Flügeln, welche nur 1,74 Meter lang sind und daher nicht viel mehr Raum erfordern als ein großes tafelförmiges Piano, auch in Hinsicht des Preises sich den besten übersaitigen Pianinos gleichstellen, empfehlen sich ganz besonders dadurch, daß sie an Tonfülle einem großen

Flügel fast gleichkommen und durch die Zierlichkeit ihres Corpus in jedes Wohnzimmer passen. Dieselben werden daher von den Musikfreunden dem Pianino und den Tafelförmigen gern vorgezogen, ja sie haben die Lesteren fast völlig verdrängt." Musica sacra: Monatschrift für Kirchenmusik u[nd] Liturgie, Volume 7, 01/01/1874, p. 8

1883

No. XIV. HÖLLING & SPANGENBERG.

"By the death (announced in our issue of April, 1883) of Herr F. Spangenberg, of Zeitz, at the advanced age of seventy-two, Germany lost one of the oldest of its pianoforte manufacturers.

The business of the firm is, of course, continued. The firm has, however, long been celebrated for the admirable state of its workshops, and among the pupils of the firm (who worked at the bench, in accordance with the old-fashioned plan, in order that they might gain a practical insight into the details of pianoforte manufacture) have been sons of Herr Blüthner, of Leipsic, and Herr Schiedmayer, of Stuttgart, besides Herr Irmler and others.

Herr Spangenberg was born at Zeitz in 1811, and Herr Hölling in 1814. Herr Hölling began at the bench, worked his way upwards, and about the year 1835 he established himself as a tuner and repairer at Leipsic.

In 1841 Herr Hölling removed to Zeitz, where he established a small factory, and was a short time afterwards joined by Herr Spangenberg, the firm then becoming Hölling & Spangenberg.

The business rapidly increased; in 1846 the 500th instrument was finished, four years afterwards the number of instruments reached 1,000, towards the end of 1881 they numbered 10,000, and pianos are now being turned out of the factory at the rate of about 2,800 a year.

Herr Hölling died in 1879, and Herr Spangenberg in March of the present year. The firm has built up one of the largest legitimate businesses in Germany, having now one of the largest factories in the German provinces, and employing about 330 workpeople.

Its London agents, who import a large number of their pianos a year, both for home consumption and for export, are Messrs. Barnett Samuel & Sons, of Worship Street, Finsbury." Music Trades Review, 15/07/1883, p. 19

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